09.11.2017 | IT-Beratung

Geld für die Digitalisierung in der „Kriegskasse“?

Die Digitalisierung wird eines der Querschnittsthemen der nächsten Jahre in Unternehmen sein. Sie wird jedes Unternehmen unterschiedlich, manche mehr – manche weniger, betreffen. Alle Unternehmensbereiche (Produktion, Einkauf, Verwaltung, Vertrieb etc.) können/werden davon betroffen sein.

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Bildquelle: © iStock.com/gpointstudio

Die Digitalisierung wird einige Produkte/Dienstleistungen bzw. ganze Unternehmen
verdrängen und neue Produkte und Dienstleistungssegmente schaffen sowie neue Unternehmen
hervorbringen. Jedes Unternehmen muss sein Geschäftsmodel auf den Prüfstand stellen und
verändern bzw. neu ausrichten.

Diese sich abzeichnenden starken Veränderungsprozesse werden Geld kosten. Die Höhe der Kosten wird sehr stark schwanken. Großunternehmen haben teilweise schon nennenswert investiert und budgetieren für die kommenden Jahre weitere hohe Summen in ihren Investitionsplänen. In kleinen und mittleren Unternehmen ist in der Regel bislang – bis auf klassische IT-Investitionen – kaum in Digitalisierung investiert worden.

Dies wird sich in den kommenden Jahren ändern müssen. Der Fokus der Investitionstätigkeit darf nicht nur auf Kapazitätserweiterung oder Effizienzsteigerung durch z. B. den Neubau von Produktionshallen oder die Anschaffung noch leistungsfähigerer Maschinen liegen.

Die Unsicherheit oder sogar Furcht was die Digitalisierung für das eigene Unternehmen und den Markt in dem sich das Unternehmen befindet bedeutet, muss einem mutigen Handeln weichen, um die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens zu gewährleisten!

Am Ende einer strategischen Neuausrichtung werden für die meisten Unternehmen Investitionen unter anderem in IT, Prozessveränderungen, Produktentwicklungen, Schulungsmaßnahmen etc. etc. stehen. Diese zu finanzierenden Kosten, die ich als Investitionskosten in die Zukunft bezeichnen möchte, müssen je nach Größenordnung aus dem eigenen Cash-Flow bereitstehen oder kreditfinanziert werden.

Da Banken aber tendenziell lieber "harte" Assets wie Gebäude, Maschinen, Fuhrpark etc. finanzieren als sogenannte „weiche Kosten“, werden kleine und mittlere Unternehmen Schwierigkeiten bekommen, die Kosten der Digitalisierung fremd zu finanzieren. Insbesondere die mittleren und schwachen Bonitäten werden hier die größten Probleme bekommen.

Wer also die veranschlagten Kosten der digitalen Transformation seines Unternehmens nicht aus der „Kriegskasse“ bezahlen kann, sollte sich frühzeitig über die Finanzierung und Gestaltungsmöglichkeiten Gedanken machen.

#Digitalisierung#Zukunft#Zukunftsfähigkeit#Produktion#Einkauf#Verwaltung#Vertrieb#Finanzierung
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Georg Gerdes
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Georg Gerdes
Wirtschaftskanzlei Georg Gerdes
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