07.06.2017 | Strategie und Wachstum

Managementfehler: die häufigsten Ursachen für Insolvenz & Fluktuation

Die Experten sind sich einig, dass der Zusammenbruch einer Firma aus einer Vielzahl von Managementfehlern verursacht wird. Aus einer repräsentativen Studie der Hermes AG geht hervor, dass in 57 Prozent der untersuchten Insolvenzfälle die „ autoritäre, rigide Führung“ Schuld am Untergang war. Weitere Ursachenwie, fehlendes Controlling, ungenügende Transparenz und Kommunikation kommen dazu. Auch in einer Nachfolgestudie im Jahre 2009 hat das gleiche Institut gefragt, ob sich die Insolvenz und Fluktuation verändert hat. Das Ergebnis hat sich nicht verändert, Managementfehler sind nach wie vor die Hauptursache für Insolvenz und Fluktuation in den Unternehmen. Die Gewichtung hat sich jedoch verändert. Auftragsrückgang, das Festhalten an ausgedienten Unternehmenskonzepten, falsche strategische Ausrichtung und fehlende Finanzreserven sind inzwischen die Hauptursachen von Firmenpleiten.

iStock 496727270 => Krise, Business, Meeting,  schlechte Zahlen, Business Meeting, Krisengespräch
Bildquelle: © iStock.com/JackF
Die Stützen einer soliden Firmen und Geschäftspolitik

Firmenchefs sind erfolglos, wenn sie sich nicht um die Liquidität ihrer Firma kümmern, sich nur an schwächeren Konkurrenten orientieren, die Wünsche ihrer Kunden nicht hinterfragen und immer Recht haben wollen. Die Stützen einer soliden Geschäftspolitik hingegen basieren auf den sozialen und emotionalen Eigenschaften des Firmenchefs. Das sind zum einen der Charakter, zum anderen das Image. Die zum Erfolg führenden Charaktereigenschaften sind Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit,Fairness, Kreativität, Loyalität und Offenheit. Welche Charaktereigenschaften ein Firmenchef hat, lässt sich analytisch erarbeiten und herausfinden. Nur wer seine Erfolgsfaktoren kennt, kann sie auch verstärken. Als Firmenchef wird man nicht geboren, zum Firmenchef muss man sich entwickeln und die notwendigen Maßnahmen im Zuge der Zeit lernen.
Auf dem Weg dorthin ist es oft notwendig einen Coach sprich Berater mit einzubeziehen. Sehr verbreitet ist jedoch die Resistenz gegen einen solchen Ratgeber. Der Ratgeber hat die Aufgabe, dem Firmenchef die Augen zu öffnen und die vorhandenen Charaktereigenschaften zu verstärken. Er wird ihm auch sagen, dass er ein Image aufbauen muss, was seinem Unternehmen gerecht wird. So wie sich der Firmenchef gibt, was er sagt, wie er sich kleidet, was er vorlebt, so nehmen ihn seine Kunden und natürlich seine Mitarbeiter wahr. Und für den ersten Eindruck gibt es(meist) keine zweite Chance.

Der Charakter als Maß aller Dinge

„ Mit der Geburt entsteht ein einzigartiger und bestimmter Charakter, der ein Leben lang nicht veränderbar ist und somit geprägt bleibt, so der Charakterforscher Walter Rotter. Rotter führt weiter aus, dass dies wissenschaftliche Studien mit Kindern in unterschiedlichen Lebenszeiträumen eindrucksvoll bewiesen haben. Nach der Geburt wird durch die Erziehung der Eltern, durch die Lehrer und durch die Ausbilder während der Berufsausbildung eine Persönlichkeitsstruktur entwickelt, die beeinflusst wird durch Bildung, besondere Ereignisse und Erfahrungen. Hieraus wiederum entwickelt sich das Dominanzverhalten und eine mehr oder weniger ausgeprägte Emotionale Intelligenz(Gefühlswelt). Das macht die Gesamtpersönlichkeit eines Menschen aus. Um das Führungsverhalten des Firmenchefs nachhaltig zu verbessern, muss also ein Charakter-Check- up gemacht werden. Die Eigenschaften, die für den Erfolg wichtig sind, müssen dabei in einem weiteren Schritt verstärkt werden. Damit ist der Grundstein gelegt, sich dem nächsten Erfolgsfaktor zuzuwenden, dem Image.

Das Image als Gradmesser

Image kann nicht mit „ mein Haus, mein Auto, meine Yacht“ umschrieben werden. Aber was ist dann das Image?
Image verkörpert den Einfluss des Firmenchefs auf die Glaubwürdigkeit, das Ansehen und den Erfolg eines Unternehmens. Und dieser Einfluss ist für den Erfolg eines Unternehmens unverzichtbar.
Die Empirik hat gezeigt, dass in der Wahrnehmung durch den Kunden eine Abhängigkeit zwischen dem Image des Firmenchefs und dem Unternehmensimage besteht. Hat der Unternehmer ein gutes Image aufgebaut, ist der Erfolg bei den Kunden groß.
Leider wird noch viel zu selten konsequent die Verbindung zwischen Führung und Image betrachtet.
Im Imagekonzept der Firmenchefs liegt noch sehr viel ungenutztes Potential.
Warum kaufen die Menschen bei einer ganz bestimmten Firma? Oder warum fahren Sie immer zum gleichen Supermarkt?

Der Erfolg intelligenter Unternehmen beruht auf einer einzigartigen Grundlage: dem Image dieses Unternehmens bzw. des Firmenchefs. Viel zu wenig wird auf diesen strategischen Vorteil geachtet. Und- was am Wichtigsten ist- die Firmenchefs haben noch nicht erkannt, dass langfristiger Erfolg ohne Image nicht mehr möglich ist.
Gutes Image – guter Erfolg. Schlechtes Image – kein oder nur wenig Erfolg!
Auf diese einfache Formel lässt sich tatsächlich erfolgreiches Handeln reduzieren.

Resümee

Konstanter Erfolg ist heute nur noch möglich, wenn zwei Faktoren zusammenwirken: WERTE und IMAGE. Der Nährbodensind die Eigenschaften, die ein Mensch besitzt. Auf diesem Nährboden entstehen Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Fairness,Kreativität, Spontanität Transparenz und Offenheit.
Das Image muss erst geschaffen werden. Image muss man lernen. Mit einer klugen Imagepolitik schafft man einen einzigartigen Erfolg. Man wird zum starken, beliebten Unternehmen, von dem gerne und viel gesprochen wird.

#Strategie#Image#Insolvenz#Managementfehler#Management#Fluktuation
Jetzt teilen auf:
Walter Rotter
Autor
Walter Rotter
Management & Sport Consulting
Vorheriger ArtikelNächster Artikel