26.02.2018 | Unternehmensnachfolge

Nachfolge - 10 Fragen an den Senior-Unternehmer und der Notfallkoffer

Sie denken an Ihre Unternehmensnachfolge und überlegen, ob Sie einen Berater zur Hilfe nehmen? Wenn ja, können Sie sich mit dieser Checkliste auf das Erstgespräch vorbereiten. Denn die folgenden zehn Fragen wird Ihnen ein Berater stellen.

Unternehmensnachfolge Staffelstab

1. Haben Sie einen Betriebsnachfolger?
Wenn nein, der allgemeine Rat: Suchen Sie frühzeitig nach einem geeigneten Nachfolger, und zwar familienintern, unternehmensintern und/oder extern.

2. Haben Sie sich einen Zeitpunkt für die Betriebsnachfolge gesetzt?
Bitte bedenken Sie: Ohne einen festgesetzten Zeitpunkt wird die Nachfolgeregelung oft verschleppt oder verdrängt.

3. Haben Sie sich einen Überblick über Ihre Altersversorgung verschafft?
Ihre Altersversorgung und die Ihrer Familie legt den Rahmen fest, wie eine Betriebsnachfolge geregelt werden kann oder muss.

4. Haben Sie eine Vorstellung über Ihre privaten und betrieblichen Vermögenswerte?
Wir empfehlen, ein Gutachten erstellen zu lassen, damit Sie wissen, welche Werte
zur Disposition stehen. Dies gilt für alle Regelungen: intern und extern.

5. Welche erbrechtlichen Konstellationen liegen bei Ihnen vor?
Am besten ist es, Sie lassen die Auswirkungen gesetzlicher, testamentarischer oder erbvertraglicher Regelungen auf die Betriebsnachfolge prüfen.

6. Sind Ihnen die steuerlichen Konsequenzen einer Betriebsaufgabe bekannt?
Reden Sie mit Ihrem Steuerberater über die steuerliche Belastung. Entscheiden Sie aber nicht nur nach den steuerlichen Auswirkungen.

7. Haben Sie die Familie in den Entscheidungsprozess mit einbezogen?
Erfahrungsgemäß können mögliche Konflikte klein gehalten werden, wenn Sie rechtzeitig mit der Familie reden. Eine offene Aussprache bewährt sich.

8. Wollen Sie ganz aus dem Unternehmen ausscheiden?
Ein gleitender Übergang ist oft für alle Beteiligten die bessere Lösung. Geben Sie sich aber eine Frist.

9. Haben Sie Rat eingeholt?
Sie müssen wissen, was Sie wollen. Sie wissen, was Sie wollen. Berater können Ihnen bei der sachgerechten Umsetzung helfen.

10. Sind Sie sicher bei der Auswahl Ihres Nachfolgers?
Lassen Sie sich nicht drängen. Entscheiden Sie nicht aus dem Bauch.

Der Unternehmer-Notfallkoffer
Unabhängig davon, wie Sie Ihre Unternehmensnachfolge gestalten wollen, sollten Sie einen Notfallkoffer immer gepackt haben. Denn wenn ein Notfall eintritt - sprich der Unternehmer wird krank oder erleidet einen Unfall – muss zumindest kurzfristig der Fortbestand des Unternehmens und eine reibungslose Fortführung gewährleistet sein.

Zur Vorbereitung auf einen Notfall müssen Sie einen oder mehrere Stellvertreter vorbereiten.

Dieser muss
- einen Überblick über alle Dokumente haben oder sich verschaffen können,
- wissen, welche Festlegungen er treffen darf, kann und muss,
- wissen, welche Maßnahmen bei einem Notfall sofort umzusetzen sind,
- wissen, wer die wichtigsten Geschäftspartner / Ansprechpartner sind und
- wissen, wie man sich einen Überblick über die wichtigsten aktuellen geschäftlichen Transaktionen verschaffen kann.

Author Ulrich Bendel ist zertifizierter Unternehmensberater CMC/BDU und Restrukturierungs- & Sanierungsberater (IfUS-Institut an der SRH Hochschule Heidelberg).

#Generationsübergang#Unternehmensnachfolge#Nachfolge#Unternehmenssicherung#Notfallplan
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Autor
Ulrich Bendel
Mühl Christ Partner Management Consulting GmbH
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