22.03.2017 | Unternehmensnachfolge

Ratgeber für Unternehmer: Vorbereitung zur Unternehmensnachfolge

Die deutsche Wirtschaft besteht zu einem großen Teil aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, die im Eigner- oder Familienbesitz sind. Ob kleine Bäckereien oder größere Metallbaubetriebe – irgendwann sollen solche Unternehmen im Zuge der Unternehmensnachfolge an einen neuen Besitzer übergeben werden. Die richtige Vorbereitung der Unternehmensnachfolge macht den Erfolg aus.

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Vorbereitung der Unternehmensnachfolge mit dem 4-Punkte-Modell

In der Vorbereitung der Unternehmensnachfolge empfiehlt sich ein 4-Punkte-Modell:
1. Information und Ambition
2. Bestandsaufnahme und Strategieplanung
3. Konzeption und Roadmap
4. Übertragung und Nachfolgeumsetzung

Information und Ambition

In diesem ersten Schritt der Vorbereitung der Unternehmensnachfolge ist es für den (Noch)Inhaber wichtig, seine eigenen Motivationen zur Unternehmensnachfolge zu durchleuchten und die Ziele einer solchen Geschäftsübergabe zu definieren. Dazu sind umfangreiche Informationen erforderlich. Zentral ist dabei auch die ganz persönliche Ambition, also die Zusammenfassung der individuellen Beweggründe und Umstände der geplanten Unternehmensnachfolge. Das schafft Klarheit in der Vorbereitung der Unternehmensnachfolge und die Übersicht darüber, was gewollt und was nicht.

Bestandsaufnahme und Strategieplanung

Hier stellt sich die Frage, was in welchem Umfang zu übergeben ist und welche Aufgaben in der Vorbereitung der Unternehmensnachfolge zu erledigen sind. Beispielsweise kann ein Inhaber seine gesamten Anteile dem Nachfolger übertragen/verkaufen oder aber auch in einer stillen Teilhaberschaft zu einem geringeren Teil am Unternehmen beteiligt bleiben. Je nach vorgesehener Konstellation muss eine Strategie zur Unternehmensnachfolge erstellt werden, die beschreibt, auf welchem Weg das Unternehmen oder Anteile davon in einer Nachfolgeregelung übertragen werden sollen. Hier empfiehlt sich in der Vorbereitung der Unternehmensnachfolge eine sachkundige Beratung.

Konzeption und Roadmap

Gerade bei mittelständischen Betrieben empfiehlt sich in der Vorbereitung der Unternehmensnachfolge eine klare Konzeption. Letztlich müssen auch Führungsverantwortung und Vermögenswerte übergeben werden. Hilfreich ist hier eine sogenannte Roadmap, also der Fahrplan zur Vorbereitung der Unternehmensnachfolge, der Schritt für Schritt beschreibt, wie das Unternehmen letztlich an den Nachfolger übertragen wird. Wichtig ist, dass dabei auch die Interessen und Vorbehalte der Mitarbeiter berücksichtigt werden müssen.

Übertragung und Nachfolgeumsetzung

Irgendwann kommt der Tag der schlussendlichen Übertragung des Unternehmens. Dann werden die Unterlagen bereitliegen, der Notar ist vor Ort und die Unternehmensnachfolge wird rechtssicher mit Stempel und Unterschrift zumindest auf dem Papier abgeschlossen. Dann folgt die Nachfolgeumsetzung, in der alle geregelten Formalitäten ausgeführt werden müssen. Wesentlich sind hier das geregelte Ausscheiden des bisherigen Inhabers und die Unterstützung des Nachfolgers in der Ausgestaltung des Nachfolgeprozesses.

Wichtig ist in der Vorbereitung der Unternehmensnachfolge eine gute Beratung, die rechtliche und steuerliche Gegebenheiten ebenso berücksichtigen sollte wie die individuellen Interessen des Übergebers und des Nachfolgers. Damit lassen sich falsche Erwartungen und Schwierigkeiten in der Nachfolgeauswahl gut eingrenzen und gegebenenfalls auch ausschließen.

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