05.12.2017 | Coaching

Schwierige Gefühle im Arbeitsalltag

Angst, Stress, Ohnmacht, Wutausbrüche: schwierige Gefühle im Arbeitsalltag

In den Wandlungsprozessen der Arbeitswelt 4.0 kommt den Mitarbeitern eine bedeutende Rolle zu. Zu einer Reihe von Fähigkeiten, die der Entwicklung, Förderung und Übung bedürfen, gehört auch der Umgang mit schwierigen Gefühlen. Wer starke Emotionen im Berufsalltag zeigt, wirkt schnell überfordert. Es scheint, als würde er von der Situation beherrscht, anstatt dass er die Situation beherrscht. Jedoch sind das gute Miteinander im Betrieb und eine störungsfreie Kommunikation Voraussetzung für den Erfolg der Organisation bzw. des Unternehmens.

iStock 628014138 => Streit, Stress, Mobbing, Ohnmacht, Ärger, Wut, Frustration, Unzufriedenheit, Burn Out, Demotivation, Kritik, Entlassung, Arbeit, Büro, Chef, Vorgesetzter, Führung, Kollege, Personal, Mitarbeiter, Besprechung, Gespräch
Bildquelle: © iStock.com/praetorianphoto
Situationen wie die folgenden haben schon viele Mitarbeiter erlebt:

Man zeigt sich dem Kollegen gegenüber ärgerlich, obwohl man lieber die Ruhe bewahren möchte.
Man zeigt sich verletzt durch das Verhalten des Kollegen oder Kunden, obwohl man gerne gelassen bleiben würde.
Man reagiert ängstlich auf das autoritäre Auftreten des Kunden, Kollegen oder Vorgesetzten, obwohl man sich gerne selbstsicher zeigen würde.
Wie bekommt man seine Gefühle in den Griff? Wie behält man einen klaren Kopf in Belastungssituationen?
Um sich selber besser zu verstehen und um von anderen besser verstanden zu werden, ist es sinnvoll, sich mit seinen Gefühlen näher auseinander zu setzen.

Hier zwei Annahmen, wie Gefühle entstehen:

Gefühle entstehen durch Gedanken mit denen wir eine Situation oft blitzschnell und unbewusst deuten. Eine wichtige Kompetenz ist also das Erkennen der eigenen Gedanken und ihre persönliche Bewertung durch Selbstreflexion. Denn für Gedanken oder Einstellungen, die destruktiv sind, wird eine gedankliche Korrektur benötigt. Schon durch einfache Umformulierungen kann man eine positive Grundstimmung erzeugen und es werden Energien freigesetzt, die für eine gewisse Gelassenheit im Umgang mit den Herausforderungen des zwischenmenschlichen Miteinanders sorgen.

Gefühle entstehen durch Bedürfnisse. Sogenannte negative Gefühle wie z. B. Unzufriedenheit, Ärger, Wut, Angst, Frust entstehen, wenn u .a. das Bedürfnis nach Selbstbestimmung, nach Austausch, Wertschätzung und Dazugehören nicht erfüllt ist. Die Gefühle selbst sind nicht direkt veränderbar. Die Zusicherung „ Du brauchst keine Angst zu haben!“ bewirkt keine körperliche Entspannung und das Gefühl von Sicherheit in Bezug auf den Angstauslöser stellt sich nicht dadurch ein. Erst wenn sich das Bedürfnis nach Unterstützung, Ermutigung oder Hilfe erfüllt, weicht das Angstgefühl und die Handlungsfähigkeit kehrt zurück.

Was kann man daraus für den Arbeitsplatz ableiten?
Wichtig für den Umgang mit schwierigen Emotionen im Arbeitskontext ist es, diese nicht zu unterdrücken, jedoch angemessen zu kontrollieren. Alle Gefühle haben ihre Berechtigung, im Arbeitsalltag steht der konstruktive, zielführende Ausdruck im Vordergrund. Gezieltes Hinterfragen, der reflektierte Umgang mit schwierigen Gefühlen führt zu einem erfolgreichen, konstruktivem Miteinander am Arbeitsplatz, das Betriebe künftig mehr denn je benötigen.

Mit Supervision erhalten Mitarbeiter die Möglichkeit, Arbeitssituationen professionell zu reflektieren.
Supervision setzt an der Schnittstelle von Profession, Organisation und Person an und zielt explizit auf höhere Professionalität. Im Mittelpunkt steht der Mitarbeiter mit seinen konkreten Handlungen im Arbeitskontext, seinen Gefühlen, seinen Werten und seiner Haltung gegenüber seinen Kollegen, Kunden, Klienten und Vorgesetzen. Zusammengefasst kann man also sagen, dass Supervision die Entfaltung, Entwicklung und die Verbesserung des beruflichen Handelns unterstützt.

#Supervision#Unzufriedenheit#Personal#Coaching#Motivation#Arbeit#Arbeitsalltag#Arbeitsplatz#Büro#Büroalltag#Gefühle#Streit#Stress#Mobbing#Ohnmacht#Ärger#Wut#Angst#Frust#Burn Out#Demotivation#Kritik
Jetzt teilen auf:
Jutta Henkel-Goldbach
Autor
Jutta Henkel-Goldbach
Coaching, Supervision, Beratung
Profil anzeigen ›
Vorheriger Artikel