18.07.2017 | Restrukturierung/Sanierung

So lassen sich Unternehmen wieder wettbewerbsfähig gestalten

Wenn es darum geht, ein Unternehmen aus der Krise zu führen, ist ein tragfähiges und zukunftsträchtiges Konzept zur Restrukturierung sehr wichtig. Welche Ursachen haben dazu geführt, dass das Unternehmen nicht mehr wettbewerbsfähig ist? Wie kann es saniert werden? Und wie lässt sich die Restrukturierung finanzieren? All dies sind wichtige Fragen, die ein plausibles Konzept beantworten muss, um Gläubiger und Banken zu überzeugen. Was jedoch in der Praxis allzu oft ins Hintertreffen gerät, ist die operative Umsetzung des Konzepts, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wiederherzustellen.

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Nicht nur kurzfristig denken

Ist bereits die Liquidität des Unternehmens gefährdet, dann liegt das Hauptaugen-merk zunächst auf kurzfristigen Maßnahmen. Dabei darf aber der zweite wichtige Eckpfeiler der Sanierung nicht übersehen werden: die Entwicklung von Maßnahmen, um die Wettbewerbs- und Renditefähigkeit wiederherzustellen. Ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt neben den akuten kurzfristigen Maßnahmen somit auch mittel- und langfristig ausgerichtete Wege sowie oftmals eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens.

Die Strategie ist das zentrale Element zur Wiedergewinnung der Wettbewerbsfähigkeit. Um künftig mit dem angebotenen Leistungsportfolio eine adäquate Marge erzielen zu können, bedarf es eines klaren Plans und zielgerichteten Handelns. Vier Kernfragen sind demzufolge zu beantworten:
• Hat das Unternehmen eine erfolgsversprechende Strategie?
• Sind die Ertragssteigerungsmaßnahmen konkret und valide?
• Reichen diese aus, um nachhaltig wettbewerbsfähig zu sein?
• Ist das Unternehmen in der Lage die definierten Maßnahmen umzusetzen?

Das Problem hierbei ist: Angesichts der drohenden Lage sind die Energien im Betrieb überwiegend auf die akute Notsituation gerichtet. Der Blick für das große Ganze und innovative Ideen gehen dabei häufig unter. Um wettbewerbsfähig zu werden und zu bleiben, muss ein Unternehmen in der Lage sein, renditestarke Produkte zu forcieren und unprofitable Leistungen zu eliminieren. Die Basis hierfür bildet eine ausreichende Transparenz über die Ergebnisbeiträge einzelner Geschäftsfelder, Standorte, Kunden oder Produkte – ansonsten droht das Risiko von Fehlentscheidungen. Gerade für diese Phase der Sanierung und Restrukturierung ist es deshalb zumeist unerlässlich, einen praxiserfahrenen Berater hinzuzuziehen, der auf die Erarbeitung eines Sanierungskonzepts und dessen operative Umsetzung spezialisiert ist.

Sanierungsberater auswählen: Unterstützung bei der operativen Umsetzung

Studien zufolge ist einer der wichtigsten Faktoren für die Auswahl eines geeigneten Sanierungsberaters, dass dieser Umsetzungskompetenz besitzt. Er muss in der Lage sein, ein tragfähiges Konzept nicht nur zu erstellen, sondern direkt auch in der Praxis umzusetzen. Die Erfolgschancen der Unternehmung steigen enorm, wenn das Konzept und die Umsetzung aus einer Hand stammen und zügig umgesetzt werden. Der Sanierungsberater sollte zudem die Erfolgskontrolle und -steuerung übernehmen sowie die Kommunikation mit den Stakeholdern unterstützen und in Teilen sogar übernehmen. Möchte ein Unternehmen einen Sanierungsberater beauftragen, sollte es zudem im Vorfeld Auskünfte über die Reputation der beteiligten Berater und des gesamten Sanierungsteams einholen und diese in seine Auswahlprozesse einbeziehen.

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Robert Buchalik
Autor
Robert Buchalik
Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
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