07.09.2017 | Unternehmensnachfolge

Wie systemische Methoden systematisch helfen

Als Berater und Begleiter für Familienunternehmen und Organisationen im Mittelstand ist es hilfreich, nicht nur betriebswirtschaftliche Zusammenhänge zu begreifen.
Mindestens ebenso wichtig ist es, die Funktionen von in sich geschlossenen Systemen wir Unternehmenshierarchien oder Familien zu verstehen.

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Ein Klassiker: Die Nachfolge
Typisch: Vater kann nicht loslassen und Junior möchte sofort alles anders machen. Beim Thema Unternehmensnachfolge muss es nicht immer der Generationenkonflikt sein.
Oft gibt es von Seiten der Kinder gar kein Interesse daran, in die Fußstapfen der Unternehmereltern zu treten. Vielleicht sollte beispielsweise ein langjähriger treuer Mitarbeiter das Unternehmen weiterführen.
Um die Nachfolge umfassend und rechtzeitig zu regeln, bedarf es eines Konzeptes.
Es geht um Vertrauen, denn gerade bei Familienunternehmen spielen Tradition und Emotionen eine große Rolle. Eine umfassende Beratung kann in diesem Fall nur sehr persönlich sein.
Deshalb ist es wichtig, dass ein Berater intensiv reingeht in ein Unternehmen und während dieser Zeit quasi ein Teil der Unternehmensorganisation wird.
Wenn das Konzept für die Unternehmensnachfolge steht und erfolgreich umgesetzt ist, sollte er sich auch wieder zurückziehen.

Das gilt beispielsweise auch für schwierige Situationen – wenn „hart am Wind“ geführt werden muss.

Selbst mit einer Insolvenz ist das Leben nicht zu Ende. Soweit muss es jedoch gar nicht erst kommen. Eine Unternehmenskrise deutet sich lange im Voraus an.
Kein Konzept, einige Fehlentscheidungen und schon läuft alles aus dem Ruder.
Viele Unternehmer schauen wie gelähmt dabei zu.
Denn wer Rückschläge einsteckt und eigene Fehler eingesteht, kann diese korrigieren und die Dinge wieder in Ordnung bringen.
Oft steht ein Unternehmen nach einer Sanierung sogar besser da als zuvor.
Die Krise war Anstoß für eine Neugestaltung und Modernisierung. Eine treffende Bezeichnung für diesen Prozess ist „Unternehmensvitalisierung“. Durch die Krise erhält das Unternehmen die Chance, etwas Neues, Besseres aus sich zu machen. Doch Chancen wollen entdeckt werden. Möglichkeiten geprüft und Innovationen durchgesetzt werden. Schwierig – alleine, ratlos und nicht selten betriebsblind.
Geld einsparen ist das eine, sich von eingefahrenen Strukturen verabschieden das andere.

Es ist immer auch sinnvoll für Nachbereitungsaudits zur Verfügung zu stehen.
Aufnehmen - Abgleichen - Ändern – wieder „in den Ring schicken“. Oft eine Sicherheit gebende Strategie mit der Empathie von außen.
Diese Prozesse sind häufig schmerzhaft und mit reichlich Emotionen belegt.
Berater brauchen eine gute fundierte Ausbildung und klare Haltung, um den Finger in die Wunden zu legen.
Denn solche Veränderungsprozesse führen in den überwiegenden Fällen nach unten – und das bedeutet Mut zur Verantwortung.

#Methodik#Nachfolge#Insolvenz#Beratung#Familienunternehmen#Mittelstand#Organisation#Tradition
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Christian-Klaus Göwecke
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Christian-Klaus Göwecke
ckg-Inspimotion Unternehmensberatungsges. mbH
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